Eine-Welt-Politik im Koalitionsvertrag von CDU und SPD
Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und SPD-Landeschef Heiko Maas präsentierten heute die Details zum Koalitionsvertrag "Chancen nutzen. Eigenständigkeit sichern. Gemeinsam Verantwortung tragen für unser Saarland.". Dieser ist Grundlage für das Regierungshandeln der von CDU und SPD angestrebten Großen Koalition von 2012-2017. Teil der Koalitionsvereinbarung war erstmalig der explizite Bezug auf "Eine-Welt-Arbeit" im Saarland.
Diese legt wie folgt fest:
- Über die künftige Ausgestaltung der „Eine-Welt“-Politik werden wir den Dialog mit den bestehenden Nicht-Regierungs-Organisationen führen mit dem Ziel, entwicklungspolitische Leitlinien für das Saarland im Sinne des Beschlusses der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten zur Entwicklungszusammenarbeit von 2008 zu entwickeln.
- Auf diesem Wege wollen wir die vorhandenen Strukturen, Initiativen und Aktivitäten – im Bereich der Partnerschaften wie der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit – ausbauen und weiterentwickeln.
- Wesentliche Aspekte auf der Basis der im Saarland vorhandenen Schwerpunkte und Kompetenzen sollen im Bereich des „Globalen Lernens“ und des Bereichs „Fairer Handel/Nachhaltige Beschaffung“ liegen.
- Wir werden anknüpfend an bestehende Initiativen die Schaffung einer Vernetzungsinitiative „Eine-Welt-Arbeit“ im Saarland prüfen. Dabei sollen jeweils die Eine-Welt-Gruppen ihre Arbeit mit den unterschiedlichen Partnerländern mit unterschiedlichen Fragestellungen in den Blickpunkt der Öffentlichkeit stellen. Die weltweite Verflechtung von sozialen Netzen und Märkten im Sinne von Gerechtigkeit und Verbesserung von Lebensverhältnissen in anderen Teilen der Welt stehen dabei im Fokus.
- S. 44 des Koalitionsvertrages