Montag, 25. Januar 2016

CHAT DER WELTEN – Projektwoche am Gymnasium für Wirtschaft Günter-Wöhe-Schulen Saarbrücken

Drei Tage Projektwoche zum Thema „Vielfalt tut gut - Aufbrechen – Ankommen – Bleiben vom 25.01.-2016 – 27.01.2016

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10 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums für Wirtschaft der Günter-Wöhe-Schulen Saarbrücken starteten das CHAT der WELTEN-Projekt und befassten sich mittels interaktiverer Methoden des Globalen Lernens mit folgenden Bereichen:

- Was bringt einen Menschen aus seiner ursprünglichen Heimat AUFZUBRECHEN?

- Was erleichtert einem Menschen das ANKOMMEN in einer neuen Heimat?

- Wie kommt es zu einem BLEIBEN in einer möglichen neuen Heimat?

Heike Werner und Melanie Malter-Gnanou moderierten die Projektwoche und gaben den Schülerinnen und Schülern Unterstützung in der Auseinandersetzung mit dem Thema.

Das Projekt CHAT der WELTEN versucht den Schülerinnen und Schülern über den medialen Austausch mit Menschen in Ländern des Globalen Südens die Möglichkeit des Perspektivenwechsels und der damit verbundenen möglichen Neubewertung von eigenen Meinungen zu aktuellen Themen zu geben.

Ein CHAT mit Senora Carmen Elena Siri Rusconi (Ägypten) ermöglichte es den Schülerinnen und Schülern anhand einer sehr vielschichtigen Migrationsbiografie unterschiedliche Stationen einer Wanderung mit den damit einhergehenden unterschiedlichen Rahmenbedingungen zu erleben.

Der CHAT wurde in Englisch und Spanisch durchgeführt und die Schülerinnen und Schüler hatten Gelegenheit ihre Sprachkenntnisse auszuprobieren und Fragen an die CHAT-Partnerin zu stellen.

Es wurde klar, dass andere Länder im Globalen Norden (hier am Beispiel Kanadas), ganz anders mit neu ankommenden Migrantinnen und Migranten umgehen, als beispielsweise das Land Deutschland.

Das Thema Migration und Flucht ist seit Monaten aktuell und in den öffentlichen Medien werden manche Meinungen sehr schnell und wenig reflektiert gebildet.

Die Schülerinnen und Schüler hatten über ein Quiz und Rollenspiele Gelegenheit Fakten und Zahlen zu den aktuellen Flüchtlingströmen zu bekommen und sich in Menschen hineinzuversetzen, die ihre angestammte Heimat verlassen.

Ein authentischer Bericht eines syrischen Flüchtlings zu seinem Fluchtweg machte noch einmal die großen Gefahren und Strapazen deutlich, die ein Mensch auf der Flucht auf sich nehmen muss, um überhaupt in Europa anzukommen.

Am Ende des Projekts war deutlich geworden:

  • Beim AUFBRECHEN geht nicht nur darum, Flüchtlinge möglichst sicher in einem neuen Land zu integrieren, sondern auch darum, wie verhindert werden kann, dass sie überhaupt fliehen müssen
  • Das ANKOMMEN kann erheblich erleichtert werden, wenn sich den Menschen direkt in Ihrer Sprache und gemäß ihren bestehenden Bedürfnissen angenommen wird
  • Das BLEIBEN  kann für Migrantinnen und Migranten möglich werden, wenn Sie finanziell abgesichert sind, mit Ihrer Familie zusammen sein können und sich in der neuen Heimat auch angenommen fühlen


Für die Schülerinnen und Schüler war es teilweise das erste Mal, dass sie mit Menschen aus dem Globalen Süden gechattet haben. Kompetenzen im Bereich der interkulturellen Kommunikation wurden vermittelt.

Die Auseinandersetzung mit dem Thema Migration und Flucht gab Ihnen auch die Gelegenheit ihre eigene Meinung zu Themen wie „Verschärfung oder Entschärfung der Kontrollen an den EU-Außengrenzen“ oder zur „Globalen Verantwortung Deutschlands zu Fluchtursachen“ zu bilden und gemeinsam zu diskutieren.

Am Beispiel eines Musikvideos des Rappers „Blumio“ wurde anschaulich, dass es auch bei diesem Thema kein „schwarz“ oder „weiss“, kein „gut“ oder „böse“ gibt….sondern irgendetwas dazwischen……

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