Migration gehörte schon immer zum Wesen der menschlichen Entwicklung. Heutzutage fliehen immer mehr Menschen aus den Krisengebieten der Welt und suchen Schutz vor Verfolgung und Hoffnungslosigkeit. Zurzeit befinden sich weltweit mehr als 50 Millionen Menschen auf der Flucht oder leben in einer „fluchtähnlichen“ Situation. 

Für uns als Akteurin der Eine Welt Arbeit ist Flucht und Migration ein zentrales Thema und wir freuen uns, dass wir uns dieses Jahr noch intensiver als sonst damit beschäftigen. Gemeinsam mit unseren PartnerInnen, mit Ihnen, aber auch mit Jugendlichen im schulischen und außerschulischen Kontext möchten wir uns der Problematik stellen und haben einiges vorbereitet...

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Hintergrund: Internationaler Tag des Flüchtlings

Hintergrund: Internationaler Tag des Flüchtlings

Die UN-Vollversammlung hat den 20. Juni zum zentralen internationalen Gedenktag für Flüchtlinge ausgerufen. An diesem Tag finden weltweit Aktivitäten statt, um auf die besonderen Situationen und Nöte von ca. 50 Mio Menschen hinzuweisen.

"Der Weltflüchtlingstag ist den Flüchtlingen, Asylsuchenden, Binnenvertriebenen, Staatenlosen und RückkehrerInnen auf der ganzen Welt gewidmet, um ihre Hoffnungen, Sehnsüchte nach einem besseren Leben zu würdigen.

Das UNHCR (United Nations High Comissioner for Refugees) startete hierzu bereits am 2. Juni ihre Kampagne und veröffentlicht am 20. Juni die neuen Weltflüchtlingszahlen, sowie verschiedene Videobotschaften prominenter Menschen zu diesem Thema. 

20. Juni 2015 Internationaler Tag des Flüchtlings in Saarbrücken

Aufruf zur Teilnahme und Mitgestaltung

1. Planungstreffen am 13. Mai, 17.00 Uhr im Haus der Umwelt

Wir möchten, in einem möglichst breiten Bündnis das Thema auf die Straße bringen und so für mehr Aufmerksamkeit sorgen. Flucht/Migration ist ein gesamtgesellschaftliches Phänomen und muss breit und bunt diskutiert werden.

Daher möchten wir mit allen die sich daran beteiligen, eine Aktion planen, die Informiert aber gerne auch zum Staunen bringen kann. Hierfür laden wir bald zu einem ersten Treffen ein! 

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Informationsausstellung „Asyl ist Menschenrecht“

Informationsausstellung „Asyl ist Menschenrecht“

Als Basis der Workshops dient die Plakatausstellung "„Asyl ist Menschenrecht"“, die von Pro Asyl konzipiert wurde. Sie bietet viele Einblicke in das Themenfeld: Neben Fluchtursachen werden typische Fluchtwege beschrieben und die Lage in Kriegs- und Krisengebieten sowie in Flüchtlingslagern in deren Nachbarregionen geschildert. Sie berichtet aber auch über die Situation an den EU-Außengrenzen sowie im Inneren Europas, z.B. beim Ankommen in Flüchtlingsunterkünften in Deutschland. Und sie wirft schließlich die Frage auf, was Europa in der Flüchtlingspolitik anders machen kann und was der oder die Einzelne dazu beitragen kann?

Die Ausstellung kann – auch in der Kombination mit dem beschriebenen Workshopangebot (3-5 Schulstunden) – von einzelnen Schulen und außerschulischen Bildungsträgern angefragt werden. 

Der umfassende Einblick durch die Ausstellung wird von erfahrenen BildungsreferentInnen des NES begleitet und kanalisiert. 

In den Workshops geht es vor allem um die Stärkung des Verständnisses globaler Zusammenhänge und um die Unterstützung der Empathiefähigkeit bei SchülerInnen: Welche Gründe und Lebensbedingungen bewegen Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen? Was erleben sie auf dem Weg aus und durch unsichere Gebiete? Wie fühlen sie sich, wenn sie in einer fremden Gesellschaft ankommen, ohne die Sprache zu verstehen und die Funktionsmechanismen zu durchschauen? Und was können SchülerInnen in ihrem Lebensumfeld tun, um Flüchtlingen –aber auch MigrantInnen ohne Fluchthintergrund – das Ankommen zu erleichtern und ein aktives Miteinander in Schule und Freizeit zu ermöglichen? 

Die SchülerInnen werden in einem ersten Schritt die Ausstellungsinhalte auf interaktive Weise und in Gruppen erschließen. Nach einer Auswertung im zweiten Schritt, wird im Anschluss der Fokus auf das aktive Handeln der SchülerInnen gelegt.

 

 


Vortrag Gesprächsrunde am 30. April 2015

"Flucht - Vertreibung - Heimatlosigkeit": Flucht ein Menschenrecht

Passend zum Thema der Ausstellung, wird es am 30. April 2015, um 19.00 eine Gesprächsrunde im Landtag des Saarlandes geben. 

Kommen Sie vorbei und starten mit uns den Themenschwerpunkt Flucht und Migration, wir freuen uns.

Bildungsangebote Flucht - Spezial

Bildungsangebote Flucht - Spezial

Folgende Bildungsangebote richten sich an Jugendliche ab 14 Jahren, sind grundsätzlich interaktiv und informativ gestaltet und einzeln buchbar oder für bis zu vier Projekttage kombinierbar. Wir beraten Sie gerne bei der individuellen Zusammenstellung nach Ihren Bedürfnissen:

MODUL 1—ERKENNEN 

a) Workshop Beweggründe für Flucht und Migration 

In dieser Einheit werden historische und aktuelle Ursachen beleuchtet, die Menschen zur Flucht oder zur Übersiedlung in eine andere Region bewegen. Insbesondere rücken hier globale Verflechtungen dieser Ursachen ins Blickfeld. 

b) Workshop Fluchtwege und ihre Hindernisse 

Hier werden die konkreten Bedingungen der Flucht aus Sicht der Flüchtlinge in Form eines Stationenlernens behandelt. Wie sieht es in einem Flüchtlingslager aus? Wie gelangen Menschen aus Afghanistan oder Mali nach Europa? Auf welche Hürden treffen sie unterwegs und bei ihrer Ankunft in einem europäischen Land? 

MODUL 2—BEWERTEN 

a) Workshop Europäische Flüchtlingspolitik 

Dieser Workshop beschäftigt sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen, mit denen Flüchtlinge zu kämpfen haben. 

Wie wehrt Europa die internationalen Flüchtlingen ab? Was bedeuten die Dublin Abkommen? Entspricht die aktuelle Flüchtlings– und Migrationspolitik den humanitären Ansprüchen und gesellschaftlichen Notwendigkeiten in Europa? 

b) Ausstellungsführung mit begleit-Workshop Festung Europa? 

Im Rahmen der Europawoche wird vom 04.—09. Mai 2015 wird im Landratsamt des Landkreises Saarlouis eine Ausstellung zum Thema Festung Europa? Globale Flüchtlingsströme und Europäische Flüchtlingspolitik gezeigt. Schulen aus dem Landkreis können die Führung mit zweistündigem Begleitworkshop kostenfrei buchen. 

MODUL 3—HANDELN 

a) Workshop Wir engagieren uns für ein echtes Miteinander 

In diesem Workshop werden gemeinsam mit SchülerInnen Ideen für ein konkretes Engagement an der Schule oder im außerschulischen Lebensumfeld entwickelt. Wie können SchülerInnen aus unterschiedlichen Ländern ihre Herkunftserfahrungen gewinnbringend in den Schulalltag einbringen? Wie können sich ankommende Migranten und Flüchtlinge besser in die Gemeinschaft einbringen? 

b) Kurzfilm-Workshop Eine Welt für alle 

SchülerInnen konzipieren, filmen und schneiden unter Anleitung ihren eigenen Videoclip zu einem frei gewählten Thema im Themenspektrum Flucht und Migration. 

Ein bunter abwechslungsgreicher Tag mit der Lust auf mehr!

Ein bunter abwechslungsgreicher Tag mit der Lust auf mehr!

Das Wetter hat gehalten! Das war zunächst die wichtigste Sache, denn schließlich sollte mit Kreide auf dem Boden gemalt werden, und diese benötigt eine trockene Unterfläche.

Die Stimmung war bestens, weil viele helfende Hände mit am Werk waren, um die Gedankenkarte anzufertigen. Insgesamt waren um die 300 Menschen über den Tag verteilt an der Aktion beteiligt, was bei der Wettervorhersage und doch herbstlichen Temperaturen als Erfolg angesehen werden kann . Auf dem Platz entstanden vier Kreidebilder, die von zwei tatsächlichen Fluchtgeschichten (Syrien und Afghanistan) ergänzt wurden.

Gerade die Fluchtwege, die aus insgesamt 36 Blättern bestanden, stießen auf viel positive Resonanz:

Das Lesen des Weges mit gesenktem Kopf erzeugte bei mir eine demütige Haltung, hat mich mit auf die Reise genommen und sehr bewegt.“

Hier ist ein Mensch von Flucht betroffen und nicht etwa ein Syrer oder Afghane...“

Ich möchte die Fluchtgeschichten gerne mit meiner Schulklasse aufgreifen und künstlerisch, kreativ verarbeiten!“

Solche Aussagen ermutigen uns und wir freuen uns bereits auf die anstehenden Projekte in Schulen.

Ein weiterer Höhepunkt war das Guerilla-Theater von Eugen Georg, der gerade dabei ist ein Theaterstück mit Geflüchteten zu entwickeln. Unsere aufblasbare Weltkugel war bei dem Stück im Mittelpunkt und wurde unter lauten Rufen zwischen den Teilnehmenden hin und her geschossen, geschlagen und geworfen. In der Mitte befand sich der Staat, durch einen Teilnehmenden mit verbundenen Augen symbolisiert, der diesem Ball- und Worthagel standhalten musste bzw. ausgesetzt war. Ein interessantes Konzept das für viel Bewegung und Begeisterung sorgte und dennoch für das Thema sensibilierte.

Die zweite Aktion befasste sich mit Europa als Grenze. Hierfür sollte versucht werden mit einem Fußball durch ein kleines Tor zu schießen, welches die zwölf Sterne Europas zierte:

Schießt euch den Weg frei! Oder die Unmöglichkeit das Nachzufühlen, was Flüchtlinge durchmachen wenn sie Europas Mauern durchbrechen“

So der Auftrag, der wie auf den Fotos zu erkennen mit Bravur gelöst wurde. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an den Künstler und Regisseur Eugen Georg für sein Engagement!

Als Netzwerk für Entwicklungspolitik geht es uns natürlich stark um die Ursachen von Flucht und so kam wieder unsere tolle 20 qm große Weltverteilungsplane zum Einsatz. Das bei uns beliebte, weil sehr anschauliche Weltverteilungsspiel, zeigt auf spielerische Weise, wo auf der Welt Mensch lebt, reich ist, Klimagase aussondert und migriert bzw. flüchtet. Das führt immer zu mehreren Aha-Erlebnissen gleichzeitig.

Ein großer Dank an Magdalena Mohr, die extra aus St.Wendel zu uns gekommen ist und sich dort mit ihrem ehrenamtlichen Projekt, um Sprachkurse kümmert. Eine unterstützenswerte Initiative! Ebenfalls anwesend, Engagierte des Projektes „Ankommen“, die wichtige Infos zum ehrenamtlichen Engagement hier in Saarbrücken dabei hatten, für Fragen zur Verfügung standen und von ihrer Arbeit berichtet haben.

Weitere künstlerische Unterstützung kam von Alexander Karle, der den Landwehrplatz kurzerhand zu seinem Atelier umfunktionierte und so den gesamten Zeitraum über den Tag malend begleitete.

Von politischer Seite waren Katrin Frey (Ministerium für Bildung und Kultur) Andreas Augustin (Piratenfraktion), sowie Heike Kugler (Die Linken) anwesend und beteiligten sich engagiert am Austausch und den Aktionen.

Herzlichen Dank an alle, und vor allem an die vielen, die ich nicht namentlich erwähnt habe.

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