Freitag, 21. August 2020

Lateinamerika-Forum 2020

Präsenz- und Online-Veranstaltung am 21. August von 12 bis 20 Uhr


Das Lateinamerika-Forum 2020 richtet unter dem Titel „Protestbewegungen in Lateinamerika – ¡Latinoamerica Resiste!“ sein Augenmerk auf die jüngsten politischen Entwicklungen und zivilgesellschaftlichen Widerstandsbewegungen in ausgewählten Ländern. Am Beispiel Chiles, Brasiliens, Ecuadors und El Salvadors werden verschiedene Problemlagen unter die Lupe genommen und die entsprechenden Protestbewegungen beleuchtet.


Erstmals findet das diesjährige Lateinamerika-Forum als „Hybrid-Format“ statt: Die Teilnahme ist persönlich am Veranstaltungsort oder online (zugeschaltet per Videokonferenz) möglich. Es richtet sich an alle, die sich für Lateinamerika oder allgemein für globale Zusammenhänge interessieren.

Nach einem einführenden Vortrag vor Ort werden Aktivist*innen aus Protestgruppen online zugeschaltet und berichten uns über die aktuelle Lage in ihrem Land. Diese Beiträge (am Nachmittag ab 15.00 Uhr) werden gedolmetscht.

Die Plätze für eine Präsenzteilnahme sind aufgrund der coronabedingten geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen stark begrenzt. Eine vorherige Anmeldung ist unerlässlich. Auch für die online Teilnahme ist eine vorherige Anmeldung unbedingt erforderlich. Der Eintritt ist frei.

--> Hier geht es zur Anmeldung für beide Optionen.


Zum Inhalt des Forums:

Im Zuge des Rohstoffbooms erlebte Lateinamerika zu Beginn des 21. Jahrhunderts, vor dem Hintergrund meist nationalpopulistischer- bzw. von Mitte-Links Regierungen, ein „goldenes Jahrzehnt“. Die Unzufriedenheit in den Gesellschaften Lateinamerikas wuchs jedoch mit steigenden Rohstoffpreisen, steigenden Lebenshaltungskosten und gleichzeitig sinkendem Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung. Hinzu kamen ein gestiegenes Bewusstsein über die zunehmende Ausbeutung natürlicher Ressourcen und über die damit einhergehende immer größere Zerstörung von Lebensräumen.

In mehreren Ländern kamen in der Folge Mitte-Rechts-Regierungen an die Macht, verbunden mit der Hoffnung, dass diese neuen Regierungen bessere Perspektiven schaffen würden. Doch diese Hoffnungen wurden nicht erfüllt. Im Herbst 2019 kam es in einigen Ländern erstmals zu gewaltsamen Protesten. Initiiert wurden die Proteste von der Zivilgesellschaft, u.a. von Student*innen-, Gewerkschafts-, Frauen- und indigenen Gruppen. Die Protestierenden sehen sich seitdem einer starken Kriminalisierung ausgesetzt.

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie nimmt die Anspannung zwischen den Zivilgesellschaften und den Regierungen weiter zu: Die von den Regierungen ergriffenen Maßnahmen richten sich offiziell ausschließlich gegen die Pandemie; de facto aber schränken sie die Grundrechte der protestierenden Bevölkerung sowie Schutzfunktionen für die Umwelt stark ein.

Im Dialog zwischen den Aktivist*innen aus den Protestbewegungen und den Teilnehmenden kann beim Lateinamerika-Forum u.a. ausgelotet werden, ob und wie wir hier in Deutschland zivilgesellschaftliche Bewegungen in Lateinamerika unterstützen können.

Der Flyer mit allen Infos zum Download:

 

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