Montag, 28. Oktober 2019

Klimawandelzeugen berichten in Merzig

Das Öku-Büro München organisiert eine Rundreise (12.- 30. Oktober 2019) mit Gästen aus Zentralamerika mit Zwischenstopp in Merzig. Am Montag, den 28. Oktober um 11 Uhr werden Janett Castillo aus Nicaragua und José Guevara aus El Salvador in der Jean-Francois-Boch-Schule (BBZ Merzig, Von-Boch-Str. 73, 66663 Merzig) Halt machen und zu den Ursachen und Lösungsansätzen für den Klimawandel berichten.

Auf der Veranstaltung werden Janett Castillo aus Nicaragua und José Guevara aus El Salvador darüber berichten, wie ein auf Export und Wachstum basiertes Wirtschaftsmodell die ökologische Krise und den Klimawandel in Zentralamerika verursacht bzw. verschärft haben.
Bei dem Ansatz einer ökologischen kleinbäuerlichen nachhaltigen Landwirtschaft in Zentralamerika hingegen geht es auch darum, mit diesem Entwicklungsmodell zu brechen. So wird eine Transformation dahingehend angestrebt, dass die Menschen ihre Produktion in erster Linie darauf ausrichten, sich und ihre Familien sicher, gesund und nachhaltig versorgen zu können. Produktionsüberschüsse werden dann eher auf lokalen Märkten verkauft. Das macht die Menschen weniger abhängig von schwankender Nachfrage und Preisen auf den Weltmärkten und nährt dabei die Hoffnung, den Klimawandel überleben zu können.

In Zentralamerika ist der Klimawandel längst Realität. Mit dessen Folgen müssen sich die Menschen Jahr für Jahr auseinandersetzen. Extreme Dürre, Überschwemmungen und immer wieder auftretende Wirbelstürme bedrohen das Leben vor allen der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. Weil bezweifelt werden muss, dass die internationale Gemeinschaft Willens und in der Lage ist, dem Klimawandel etwas entgegenzusetzen, werden die Menschen in Zentralamerika selbst aktiv. Durch eine intelligente diversifiziere Landwirtschaft (Stichwort: Nachhaltiges Leben / Agroökologie) versuchen sie zum einen die Risiken unvorhersehbarer Wetterphänomen abzumildern. Zum zweiten tragen sie durch das Pflanzen von schattenspendenden Bäumen und einer organischen Landwirtschaft zu einer Wiederaufforstung, Veränderung des Mikroklimas und der Gesundung der Böden bei.

Der Aufbau eines Klima-Netzwerkes und lokalen von der Bevölkerung betriebenen Messstationen hilft, um die Aussaat und Anbauprodukte optimal an die erwarteten Niederschlagsmengen anzupassen. Landwirtschaft, Umwelt- und Klimaschutz bilden dadurch keinen Gegensatz mehr, sondern ergänzen sich gegenseitig.

Der Eintritt ist frei. Es wird eine Übersetzung aus dem Spanischen ins Deutsche angeboten.

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