Donnerstag, 19. September 2019

Initiative Lieferkettengesetz gestartet

Unternehmen zur Einhaltung von Menschenrechts- und Umweltstandards verpflichten!

Zum Jahrestag des Brands in einer KiK-Zulieferfabrik in Pakistan hat ein Bündnis von Organisationen aus allen gesellschaftlichen Bereichen eine bundesweite Kampagne für ein verbindliches Lieferkettengesetz gestartet. Das NES unterstützt die Kampagne – machen auch Sie mit bei der Initiative Lieferkettengesetz!

 

 

WIE kann man sich beteiligen?

  • Unter www.lieferkettengesetz.de finden sich wichtige Hintergrundinformationen und Materialien zum Verteilen. Außerdem ein Social Media Paket (Bild und Text) zum Download. Unter dem Reiter "Mitmachen" findet ihr die PETITION zum Unterschreiben!

  • Folgt der Initiative auf facebook und twitter und teile, like, kommentiere z.B. Posts, um die Initiative zu verbreiten.

  • Organisieren Sie eine Veranstaltung UND sammle dabei Unterschriften und verteile das Material. Hilfe bei der Organisation findest du auch bei INKOTA, sie stellen Referent*innen zum Beispiel zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion. Ein Vortrag lässt sich beispielsweise auch gut mit einem passenden Film kombinieren, wie „Die grüne Lüge" oder „Schmutzige Schokolade".

  • Oder Sie zeigen eine thematisch passende Ausstellung von INKOTA dazu: „Umsteigen bitte! - Ausstellung zu Elektromobilität" oder „Change Your Shoes". Bei Interesse per E-Mail an den Kampagnen-Koordinator Johannes Schorling wenden: konzernverantwortung(at)inkota.de.

  • Besuchen Sie Veranstaltungen zum Lieferkettengesetz und tauschen Sie sich aus, bilden sich fort, zeigen Solidarität! Hier eine Auflistung von Veranstaltungen.

 

Hintergrundinformationen:

Vor sieben Jahren starben bei einem Fabrikbrand in Karatschi, Pakistan hunderte Menschen, während sie Kleidung für den deutschen Markt produzierten. Der Brandschutz in der Fabrik Ali Enterprises war mangelhaft: Der Hauptkunde KiK interessierte sich zu wenig für die Arbeitsbedingungen bei seinem Zulieferer.

Dieser Fabrikbrand ist kein Einzelfall: Immer wieder kommt es in den Lieferketten von deutschen Unternehmen zu Ausbeutung und Umweltzerstörung. Durch den Dammbruch bei einer brasilianischen Eisenerzmine sterben 246 Menschen – obwohl der TÜV Süd Brasilien kurz zuvor die Sicherheit des Damms zertifiziert hat. Vor einer Platin-Mine in Südafrika werden 34 streikende Arbeiter erschossen und BASF macht mit dem Betreiber der Mine weiterhin gute Geschäfte. Überall auf der Welt leiden Mensch und Natur unter den gewissenlosen Geschäften deutscher Unternehmen.

Damit sich das endlich ändert, setzt sich mit der Initiative Lieferkettengesetz ein Bündnis aus 64 zivilgesellschaftlichen Organisationen für einen gesetzlichen Rahmen ein. Ziel ist es, dass deutsche Unternehmen gesetzlich zur Einhaltung von Menschenrechts- und Umweltstandards verpflichtet werden. Außerdem fordert die Initiative, dass Unternehmen für Schäden haften müssen, die mit angemessener Sorgfalt vermeidbar gewesen wären. Das Bündnis hat eine Petition gestartet, um die Bundesregierung zum Handeln zu bewegen.

GEGEN GEWINNE OHNE GEWISSEN HILFT NUR NOCH EIN GESETZLICHER RAHMEN!
Hier können auch Sie die Petition unterschreiben!

Kein Vorteil für verantwortungslose Unternehmen! Bislang wird rücksichtsloses Handeln von Unternehmen finanziell belohnt. Manche Unternehmen engagieren sich schon jetzt verstärkt für die Achtung der Menschenrechte und den Umweltschutz. Diese Unternehmen dürfen nicht länger gegenüber verantwortungsloser Konkurrenz benachteiligt werden. Die Initiative Lieferkettengesetz will, dass alle Unternehmen Menschenrechte und Umweltstandards achten.


Die Initiative Lieferkettengesetz

ist ein Zusammenschluss zahlreicher Organisationen mit dem gemeinsamen Ziel für eine Welt einzutreten, in der Unternehmen Menschenrechte achten und Umweltzerstörung vermeiden – auch im Ausland. Freiwillig kommen Unternehmen ihrer Verantwortung nicht ausreichend nach. Daher fordern wir ein Lieferkettengesetz! Unternehmen, die Schäden an Mensch und Umwelt in ihren Lieferketten verursachen oder in Kauf nehmen, müssen dafür haften. Skrupellose Geschäftspraktiken dürfen sich nicht länger lohnen. Mehr Infos zur Kampagne...



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