Freitag, 07. Juni 2019

Lateinamerika-Forum

Ein interaktiver Nachmittag zu Menschenrechten, Rohstoffausbeutung und populistischen Regierungen in Lateinamerika

Am 7. Juni findet von 12 bis 17.30 Uhr unser nächstes Lateinamerika-Forum statt.

Nach dem inhaltlichen Teil des Forums im Alten Rathaus Saarbrücken findet ab 18 Uhr in der Johanneskirche Saarbrücken ein Lesungs-Konzert mit Patricia Gualinga und Grupo Sal mit ihrem Programm „Die Welt im Zenit“ statt.



Auf einen Blick:


Veranstalter: Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland e.V. und Europäische Akademie Otzenhausen gGmbH
   
Kooperationspartner: VHS Saarbrücken, Lehrstuhl Romanistik an der Universität des Saarlandes, Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes

Termin: 7. Juni 2019

 

Programm

12:00 h - Ankommen und Mittagssüppchen
12.30 h - Begrüßung und Vorstellungsrunde
13.00 h - Vorstellung der teilnehmenden Initiativen und Vereine
13.30 h - Länderbeispiel Brasilien: Neue Strategien des Widerstandes in Amazonien nach der Wahl Bolzonaros in Brasilien Thomas Brose (Geschäftsführer Europäische Geschäftsstelle des Klima-Bündnis, Frankfurt a.M.)
14.15 h - Pause
14.45 h - Länderbeispiel Venezuela: Rohstoffausbeutung und ihre Folgen auf indigene Gemeinschaften
vor dem Hintergrund der aktuellen politischen, ökonomischen und
gesellschaftlichen Situation in Venezuela Tobias Lambert (Redakteur von
„Lateinamerika-Nachrichten“ und „Südlink“)
15.30 h - Länderbeispiel Ecuador: Einführung in Kosmologie und Internationale Rahmenbedingungen
zum Schutz der „Pueblos Originarios“ in Lateinamerika Patricia Gualinga
(Menschenrechts- und Frauen-Aktivistin der indigenen Kichwa-Gemeinde Sarayaku
aus Ecuador) *Der Vortrag ist auf spanisch und wird simultan übersetzt
16.30 h - Pause
16.45 –17:30 h - Gesprächsrunde mit Referent*innen und Publikum: Alter Wein in neuen
Schläuchen? Was ist neu am Neoextraktivismus und Neopopulismus in Lateinamerika?
Wie können wir Widerstandsbewegungen vor Ort unterstützen?


18.00 h – 22.00 h Kulturprogramm in der Johanneskirche „Die Welt im Zenit“ mit Patricia Gualinga und Grupo Sal zum Abschluss der Kampagne „Gutes Leben ist einfach“.
           
Orte:
Fachprogramm: Altes Rathaus, VHS-Zentrum Saarbrücken
Kulturprogramm: Johanneskirche Saarbrücken

Anmeldung über folgendes Formular (hier klicken)

 

Der Flyer mit allen Infos - hier als PDF:

 

"Menschenrechte und Rohstoffausbeutung: Beispiele des zivilgesellschaftlichen Widerstandes in Brasilien, Venezuela und Ecuador."

Die Zivilgesellschaft in Lateinamerika war selten so bedroht wie derzeit durch die neuen populistischen Regierungen, die auf einem neoliberalen und extraktivistischen Wirtschaftsmodell basieren. Diese forcieren eine zunehmend ungebremste Ausbeutung von Rohstoffen und beschneiden damit die Rechte und Lebensräume der lokalen Bevölkerung - insbesondere von indigenen Gruppen und Völkern. Obwohl in vielen Teilen der Welt die Erkenntnis um sich greift, dass Zukunftsfähigkeit nur gelingen kann, wenn Mensch und Natur im Einklang sind – so wie es schon immer Bestandteil der Weltsicht der Indigenen war -, kontrastiert die Politik der Eliten in vielen lateinamerikanischen Ländern mit eben jener Philosophie. Dies führte zu neuen Konzepten der Selbstbestimmung und neuen Widerstandsmodellen in indigenen Gemeinschaften, die auch international Anklang fanden.

Das Lateinamerika Forum "Menschenrechte und Rohstoffausbeutung: Beispiele des zivilgesellschaftlichen Widerstands in Brasilien, Venezuela und Ecuador" soll alle, die sich für Lateinamerika oder allgemein für globale Zusammenhänge interessieren, über die jüngsten politischen Entwicklungen und zivilgesellschaftlichen Widerstandsbewegungen in den drei Ländern informieren. Ebenso soll das Forum eine Einführung in das Weltbild der indigenen Völker Lateinamerikas geben, das als Modell alternativer Entwicklung abseits der Ausbeutung natürlicher Rohstoffen dienen kann. Schließlich bietet es die Möglichkeit zur Reflexion darüber, wie wir hier in Deutschland die Bewegungen unterstützen können.

- - -

"Los Derechos Humanos y la Explotación de los Recursos Naturales: Ejemplos de la Resistencia de la Sociedad Civil en Brasil, Venezuela y Ecuador –

La sociedad civil en América Latina rara vez ha estado tan amenazada como hoy por los nuevos gobiernos populistas los cuales están basados en un modelo económico neoliberal y extractivista. Dichos modelos fomentan una explotación cada vez más descontrolada de los bienes naturales – sobre todo de las materias primas–, limitando así los derechos y el espacio vital de la población local, especialmente de los grupos y pueblos indígenas. Aunque en muchas partes del mundo existe ya una conciencia cada vez más grande de que la sostenibilidad sólo puede tener éxito si el hombre y la naturaleza están en armonía – como siempre ha sido parte de la cosmovisión indígena –, las políticas de las élites en muchos países latinoamericanos contrastan con esta misma filosofía. Esto ha dado lugar a nuevos conceptos de autodeterminación y nuevos modelos de resistencia en las comunidades indígenas, que también han recibido la aprobación internacional.


El Foro Latinoamericano "Derechos Humanos y Explotación de los Bienes Naturales: Ejemplos de Resistencia de la Sociedad Civil en Brasil, Venezuela y Ecuador" tiene como objetivo informar a todos aquellos interesados en América Latina o en contextos globales en general sobre los últimos desarrollos políticos y movimientos de resistencia de la sociedad civil en los tres países. El foro también ofrecerá una introducción a la cosmovisión de los pueblos indígenas de América Latina, que puede servir de modelo para el desarrollo alternativo más allá de la explotación de los recursos naturales. Por último, ofrece la oportunidad de reflexionar sobre cómo podemos apoyar dichos movimientos desde aquí en Alemania.

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