Montag, 24. November 2014

Pressegespräch: Die europäische Reaktion auf die Ebola-Epidemie - zu spät und nicht entschieden genug?

Einladung zum Ebola-Pressegespräch am 24. November in Saarbrücken. Europäische Reaktion auf die Ebola-Epidemie: Zu spät und nicht entschieden genug reagiert? Welche Konsequenzen fordern Zivilgesellschaft und Politik in Luxemburg und dem Saarland für künftige Krisen?

CDC

Am 24. November 2014 diskutieren der Berichterstatter für Ebola im Europäischen Parlament Charles Goerens (Mitglied des Europaparlamentes, Luxemburg), David Foka (Maison d'Afrique Luxembourg), Jo Leinen (Mitglied des Europaparlamentes, Saarland), Lamine Conté (Soleil de Guinée e.V., Saarbrücken), Jürgen Rissland (Institut für Virologie, Universitätsklinikum des Saarlandes) und Paul Delaunois (Médecins Sans Frontières, Präsident, Luxembourg) ab 12:00 Uhr in Haus Afrika e.V. im Rahmen eines Pressegesprächs in der Großherzog-Friedrich-Str. 37 in 66111 Saarbrücken über die Angemessenheit der medizinische und politischen Antwort der EU auf die Ebola-Epidemie. Es moderiert Christine Pfeiffer.

 

Im Rahmen des Gespräches wird geschildert, welche Maßnahmen kurzfristig wirkungsvoll sind und welche Lehren für die Zukunft gezogen werden müssen, um die Wiederholung eines vergleichbaren Ausbruchs zu verhindern. Charles Goerens stellte bei seiner Ernennung zum Berichterstatter die Frage in den Raum, ob die zeitverzögerte und inadäquate Reaktion auf die Krise auf eine systemisches Unvermögen zurückzuführen sein könnte. Auch die Organisation Ärzte ohne Grenzen e.V. kritisierte in einem offenen Brief an die Bundeskanzlerin vom 17. September die bisherige Antwort der Staatengemeinschaft als „kläglich“. Die Organisation warnte seit Monaten davor, dass die Epidemie ausser Kontrolle geraten is und ohne ein massives Eingreifen der Staatengemeinschaft nicht eingedämmt werden könnte. Bereits im im März 2014 unterrichtete die Regierung von Guinea an der westafrikanischen Küste die Weltgesundheitsorganisation WHO offiziell über den Ausbruch des Ebolafiebers. Ein erster Infektionsfall trat wahrscheinlich schon im Dezember 2013 ein. Mit steigenden Fallzahlen und Erkrankungsfällen in Europa und den USA reagierten die Regierungen Deutschlands und Luxemburgs. Regionale Akteure aus Luxemburg und dem Saarland ziehen zum Ende des Gesprächs ein Fazit, ob die Reaktionen der EU und der Mitgliedsstaaten ausreichend waren oder ob die Öffentlichkeit sich bei Ausbruch der nächsten Krise erneut die Frage stellen muss: "Zu spät und nicht entschieden genug reagiert?".

Um Anmeldung wird gebeten unter:
Harald Kreutzer
harald.kreutzer(at)nes-web.de
0681-9385-198

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