Montag, 15. September 2014

PRESSE: 7-Punkte-Forderungspapier von zivilgesellschaftlichen Organisationen zur europapolitischen Teilhabe veröffentlicht

Nichtregierungsorganisationen stellen Forderung an die Politik, eine "Modellregion für zivilgesellschaftliche europapolitische Partizipation" in der kommenden Interreg-Periode in Saar-Lor-Lux zu etablieren und ein "European Center for Civil Participation" in Saarbrücken zu gründen.

Vom 6.-7. Mai 2014 veranstaltete das Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland e.V. in Zusammenarbeit mit dem luxemburgischen entwicklungspolitischen Dachverband Cercle de Coopération des ONG de développement Luxembourg den grenzüberschreitenden Workshop „Europa mitgestalten - nur wie bloß?“.

Ziel des Workshops war es, das Wissen und die Kompetenz von Bürgerinnen und Bürgern sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen zu fördern, um sich zukünftig verstärkt auf lokaler Ebene zu europäischen Fragestellungen mit globalem Bezug zu positionieren.

Die TeilnehmerInnen stellten als ein Ergebnis fest, dass zahlreiche zivilgesellschaftliche Organisationen im Saarland und Luxemburg aufgrund mangelnder finanzieller und personeller Ressourcen schnell an Grenzen stoßen, wenn sie europäische Themen in ihre Arbeit integrieren möchten.

Notwendig sei daher die Bereitstellung von finanziellen Kapazitäten, um die grenzüberschreitende Vernetzung der Organisationen und die Professionalisierung ihrer inhaltlichen Arbeit mit Bezug zu Europa langfristig voran zu treiben. Hierfür könnte in der Saar-Lor-Lux-Region im Rahmen der noch laufenden Planungen zum europäischen Förderprogramm Interreg eine Modellregion „Zivilgesellschaftliche Beteiligung an europäischen Entscheidungsprozessen und grenznahe Vernetzung“ etabliert werden. Diese hätte Pilotcharakter im europäischen Raum und könnte Vorbildfunktion haben für andere europäische Regionen bezüglich der Beteiligung von BürgerInnen und zivilgesellschaftlichen Organisationen.

 

 

Im Rahmen des Forderungspapiers wird ergänzend gefordert, in der Region Saar-Lor-Lux ein zivilgesellschaftlich getragenes „European Center for Civil Participation“ zu gegründet. Dieses würde zivilgesellschaftliche Akteure bei der europaweiten Vernetzung unterstützen und Wissen und Kompetenzen vermitteln, wie die Zivilgesellschaft künftig europapolitisch effektiver partizipieren kann. Die Einrichtung soll für Nichtregierungsorganisationen europaweit offen und attraktiv sein. Wir regen an, dass das Zentrum den Sitz innerhalb der Großregion in der Landeshauptstadt Saarbrücken hat.

 

 

„Das vorliegende Forderungspapier kann nur ein erster inhaltlicher Aufschlag sein und bedarf der Weiterentwicklung und Unterstützung von staatlichen wie nichtstaatlichen Akteuren, welche gewillt sind die europapolitische Teilhabe von Zivilgesellschaft in der Grenzregion weiter zu entwickeln“, so Harald Kreutzer vom Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland e.V. .

 

 

Das komplette Forderungspapier können Sie hier herunter laden.

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