Montag, 18. November 2013

Müll: global-lokal - Veranstaltungsreihe über die Kehrseite des Konsums

Filme, Expertengespräche und Upcycling-Workshops zum nachhaltigeren Umgang mit Müll.       Jeder von uns hat tagtäglich mit Müll zu tun. Bereits nach dem Frühstück landet in der Abfalltonne, was man nicht mehr essen oder aufheben mag. Nach dem Einkaufen geht es weiter mit Plastiktüten, welche man zum Gemüseeinpacken genutzt hat oder dem eingekauften Stift, welcher ganz selbstverständlich an der Kasse in einer Tüte verpackt wird. Oft werden diese Tüten nur einmal genutzt. Anschließend werden sie entsorgt. Wenn der günstig eingekaufte Drucker nach zu kurzer Zeit seinen Geist aufgibt und eine Reparatur teurer wäre als ein Neugerät, dann wandert auch dieser schnell in den Müll.

Während des Lebenszykluses von global produzierten Gütern über die Produktion bis hin zur Entsorgung werden teilweise wichtige Umwelt- und Sozialstandards unterschritten. Müll: global-lokal macht auf Hintergründe aufmerksam und greift sich dabei die Alltagsprodukte Lebensmittel, Plastik und Elektronik heraus. Über die Filme Taste the Waste, Plastic Planet, Toxic City – Giftschrott für Ghana, Toxic Somalia - Somalia und die Giftmüllmafia und begleitende Expertengespräche gehen wir der Frage nach, unter welchen Bedingungen global produziert wird und wie Abfälle teils unsachgemäß entsorgt um die Erde verschoben werden. Was passiert zum Beispiel mit dem defekten Computer, wenn der Deckel zu und der Müll abgefahren ist? Landet er auf einer Müllkippe in Ghana?

 

Separate Upcycling-Workshops machen darauf aufmerksam, dass im Müll kostbare Rohstoff stecken und regen einen nachhaltigeren Umgang mit unseren Ressourcen an. Beim Upcycling wird Abfall als Material für die Schaffung neuer Produkte verwendet.

 

 

18. November - Diskussion mit Mitgliedern des Europäischen Parlaments im Rahmen der Saarländischen Schulkinowoche

Zum Beginn der Saarländischen Schulkinowoche (18.-22. November) und anlässlich der Europäischen Woche der Abfallvermeidung (16.-24. November 2013) diskutieren wir am 18. November mit den saarländischen Mitgliedern des Europäischen Parlamentes Jo Leinen (SPD) und Jorgo Chatzimarkakis (FDP) über die sozialen und ökologischen Auswirkungen unseres Konsum- und Entsorgungsverhaltens und die Verantwortung der Europäischen Union.

 

Film: Plastic Planet
Ort: Homburg, Kino EDEN KC
Zeit: 10:00 Uhr
Diskussion mit Jo Leinen, Mitglied des Europäischen Parlamentes (SPD) und Klaus Kirsch vom NABU Merzig
In Kooperation mit dem Weltladen Homburg

 

Film: Taste the Waste
Ort: Saarbrücken, Kino Cinestar
Zeit: 10:00 Uhr
Diskussion mit Jorgo Chatzimarkakis, Mitglied des Europäischen Parlamentes (FDP) und Harald Kreutzer (NES)
In Kooperation mit dem Weltladen Saarbrücken

 

 

16. Dezember - Film und Diskussion "Somalia und die Giftmüllmafia"

Film und Publikumsgespräch mit Andreas Bernstorff (vorher Greenpeace) und Roland Krämer (Staatssekretär für Umwelt und Verbraucherschutz).

Ort: Kino 8 1/2 Saarbrücken, Nauwieserstr. 19, 66111 Saarbrücken
Beginn: 20:00 Uhr

Vor den Küsten Somalias, dem bitterarmen Land am Horn von Afrika, wurde vor Jahren giftiger Müll im Meer versenkt. Nachdem ausländische Geschäftemacher hier eine ergiebige Geldquelle aufgetan hatten, leidet die Bevölkerung Somalias unter den gesundheitsschädlichen Folgen dieses illegalen Treibens.

Um eine Tonne Giftmüll vor der Küste Somalia abzuladen, wurden lediglich 2,50 US-Dollar fällig. Das machte die Gewässer vor den Toren des bitterarmen ostafrikanischen Landes zur billigsten Müllhalde der Welt.

Aber wer steckte hinter diesem verbrecherischen Treiben? Zwei italienische Journalisten mussten diesbezügliche Recherchen bereits mit ihrem Leben bezahlen. Bei der Suche nach Antworten stößt die Dokumentation auf eine Verquickung von italienischer Mafia, somalischen Piraten und schmutzigen Giftmüllgeschäften.

Im Anschluss an den Film diskutieren Andreas Bernstorff und Roland Krämer mit den Auszubildenden der Katholischen Fachschule für Sozialpädagogik Saarbrücken und dem Publikum über den Kampf für ein Verbot des Exports von hochgiftigen Industrieabfällen und den neuen Wohlstandsmüll, der auch heutzutage noch zum Beispiel als Elektroschrott billig in Ghana oder China entsorgt wird. Dabei wird auch angesprochen, wie durch ein verändertes Konsumverhalten Abfälle reduziert und die Verschwendung von Rohstoffen eingedämmt werden können.

Andreas Bernstorff ist Experte für Giftmüll und hat für die Umweltorganisation Greenpeace gearbeitet. Das Umweltbundesamt bezeichnete ihn als eine der Personen, welche maßgeblich am Zustandekommen der Basler-Konvention zum globalen Exportverbot von Giftmüll beigetragen hat.

 

 

17. Dezember - Film und Diskussion "Toxic City - Deutscher Giftschrott für Afrika"
Film und Publikumsgespräch mit Klaus Willke, Fachmann für grenzüberschreitende Abfallverbringung und Elektroschrott
Ort: Filmhaus Saarbrücken, Mainzerstr. 8, 66111 Saarbrücken, Beginn: 17:00 Uhr

„Eure alten Computer vergiften hier unsere Kinder", sagt der ghanaische Öko-Aktivist Mike Anane. Toxic City wird ein Stadtteil von Accra, der Hauptstadt Ghanas, genannt. Es ist ein schmutziges Geschäft: Europäische Reeder verschiffen Abfälle nach Afrika, wo die Fracht illegal entsorgt wird. Kinder der Ärmsten holen aus dem brennenden giftigen Müll alles Wertvolle. Schwermetalle verseuchen die Böden, die Flüsse, die Fische. Ein Großteil des Elektroschrotts kommt als Second-Hand deklariert aus Deutschland. Denn die Ausfuhr von Sondermüll ist nach europäischem Recht verboten.

 

 

17.-19. Dezember Upcycling-Workshops an der Katholischen Fachschule für Sozialpädagogik und anschließende Ausstellung.

Filme, Expertengespräche und Upcycling-Workshops an der Katholischen Fachschule für Sozialpädagogik in Saarbrücken.

Anhand von ausgesuchten Filmen und mit Unterstützung von Experten erarbeiten sich die Auszubildenden der KFS die Produktions- und Entsorgungsbedingungen von Konsumgütern unter globalen, entwicklungspolitischen Aspekten. Verbunden wird dies mit einem praktischen Teil, in welchem die Auszubildenden aus den besprochenen Produktgruppen wie Plastik, Elektronik und Lebensmittel(-verpackungen) neue Alltagsgegenstände erstellen. Die Workshops werden von Studierenden der Hochschule der Bildenden Künste Saar (HBK) geleitet.

 

 

 

 

 

 

Gefördert durch das Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes, Engagement Global im Auftrag des BMZ, den Katholischen Fonds und Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst.

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