Mittwoch, 23. September 2015

Wie kann in so einer reichen Welt noch so viel Armut herrschen?

Film „The End of Poverty?“ mit UN-Diplomat a.D. am 23. September in Dillingen in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung Dillingen und der Zukunftswerkstatt Saar.

Im Rahmen des UN-Gipfels zur Nachhaltigkeit zeigt am Mittwoch, den 23. September 2015, um 19 Uhr, das Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland e.V. zusammen mit der KEB Dillingen, der VHS Dillingen und der Zukunftswerkstatt Saar die deutsche Fassung des Dokumentarfilms „The End of Poverty?“ im Europa-Palast in der Hüttenwerkstr. 16 in 66763 Dillingen.

 Im Anschluss diskutiert Jean Feyder, ehemaliger Vertreter Luxemburgs bei der UNO und Vorstandsmitglied der luxemburgischen entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisation Action Solidarité Tiers Monde (ASTM), über einen Live-Chat mit dem Publikum über globale Armut und den anstehenden UN-Gipfel zur Nachhaltigkeit. Der Eintritt ist frei.

In seinem Film geht der kanadische Filmemacher Philippe Diaz der Frage nach: Wie kann in so einer reichen Welt immer noch so viel Armut herrschen? Denn trotz der vieler Reichtümer dieser Welt, leben weltweit fast eine Milliarde Menschen in extremer Armut. Auf beeindruckender Weise zeigt der Film: globale Armut ist kein Zufall – sondern wird von Menschen gemacht. Nach einem historischen Rückblick auf militärische Eroberungen, Sklaverei und Kolonialisierung beleuchtet er, wie heute vielmehr die Schulden-, Handels- und Steuerpolitik der reichen Länder den Fortbestand globaler Armut befördern.

Hintergrund der Veranstaltung ist der kommende UN-Gipfel, der vom 25. bis 27. September 2015 in New-York stattfinden wird, und auf der als Nachfolger der Milleniums-Entwicklungsziele 17 neue Ziele für die Entwicklung der gesamten Welt verabschiedet werden – darunter als erstes Ziel, „Armut in jeder Form und überall beenden“.

Diese Veranstaltung findet statt im Rahmen des Europäischen Jahres für Entwicklung, welches unter dem europaweiten Motto „Unsere Welt, unsere Würde, unsere Zukunft“ steht. Die Europäischen Jahre werden seit 1983 von der EU ausgerufen und sollen europaweite Aktivitäten und Diskussionen zu den jeweiligen Themen anregen. Weil 2015 aufgrund des UN-Gipfels zur Nachhaltigkeit für die Weltgemeinschaft ein bedeutendes Jahr sein wird, steht das Europäische Jahr 2015 unter dem Thema „Entwicklung“.

Gefördert von Engagement Global aus Mitteln der Europäischen Union und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes, Ministerium für Europa und Finanzen des Saarlandes.

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