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Aktuelles

Was gibt es Neues?

16.03.2010 12:00 Alter: 178 Tage

Keine Kinderarbeit mehr auf saarländischen Friedhöfen (möglich)

 

Wie ist die Bilanz nach 9 Monaten im Saarland?

Am 1. Juli 2009 haben saarländische Landtagsabgeordnete einstimmig für die Möglichkeit votiert auf Friedhöfen Grabsteine und Grabeinfassungen aus ausbeuterischer Kinderarbeit zu verbieten. Bundesweit bislang einzigartig können saarländische Friedhofsträger nun in ihren Satzungen und Verordnungen festlegen, dass Grabsteine und Grabeinfassungen nicht mehr aus ausbeuterischer Kinderarbeit bezogen werden dürfen.

Das Netzwerk Entwicklungspolitik Saarland begrüßt das Signal zum Verzicht von Produkten aus ausbeuterischer Kinderarbeit. Pro Jahr beziehen Bund, Länder und Kommunen Waren und Dienstleistungen im Wert von ca. 360 Milliarden Euro. Die öffentliche Hand könnte mit ihrer Marktmacht deutliche Akzente bezüglich der Einhaltung von Sozial- und Umweltmindeststandards setzen. Über 150 Kommunen bundesweit bekennen sich wenigstens zum teilweisen Verzicht von Produkten aus ausbeuterischer Kinderarbeit. Mehr und mehr Kommunen kommen hinzu.

Nach 9 Monaten gilt es nun eine erste Bilanz zu ziehen, ob saarländische Kommunen und Friedhofsträger dem Beispiel gefolgt sind und wo noch weiterer Beratungs- und Informationsbedarf besteht. Das Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland (NES) bietet hier als Dachverband der entwicklungspolitischen Initiativen im Saarland Unterstützung bei der Umsetzung des Landtagsbeschlusses an.


Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie über die Webseite des NES www.nes-web.de oder über den Ansprechpartner Harald Kreutzer. Kontakt: harald.kreutzer(at)nes-web.de oder 0681-9385235.

 

Den Gesetzestext können Sie hier herunter laden.

 

 


Resümee: Zahlreiche saarländische Akteure engagieren sich in der Entwicklungszusammenarbeit

Das Netzwerk Entwicklungspolitik Saarland e.V. hat, mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums für Umwelt, Energie und Verkehr, saarländischen Akteure der Entwicklungszusammenarbeit und deren Themenschwerpunkte in einer Datenbank zusammengestellt mit dem Ziel, einen Überblick über die Aktivitäten sowie eine bessere Vernetzung aller Engagierten zu erreichen.

Erfreulich ist, dass insgesamt 76 Vereine, Organisationen, Initiativen und Privatpersonen erfasst werden konnten. Dabei sind die Themenschwerpunkte sehr vielfältig. So sind die Akteure beispielsweise in der Armutsbekämpfung, dem fairen Handel, dem Umwelt- und Klimaschutz und bei der Verbesserung der Menschenrechte aktiv.

Unter allen Akteuren, welche im Zuge dieser Bestandsanalyse ihre Daten zur Verfügung gestellt haben, wurde als Dankeschön ein Präsentkorb mit fair gehandelten Produkten verlost. Der Präsentkorb wurde von Umweltministerin Peter an den Gewinner, die Katholische Hochschulgemeinde Saarbrücken, überreicht. Die KHG betreibt ein Fairhandelscafé auf dem Unicampus mit ehrenamtlich arbeitenden Studierenden und unterstützt mit den erwirtschafteten Überschüssen soziale Projekte im Süden.

„Fairer Handel ist ein wichtiger Beitrag zur Armutsbekämpfung im Süden aber auch zum Klimaschutz und zum Erhalt der Biodiversität“, so die Ministerin. „Ich freue mich sehr über das ehrenamtliche Engagement der Studierenden im Fairhandelscafé auf dem Unicampus. Auch das Umweltministerium schenkt bei offiziellen Veranstaltungen fairen Kaffee oder Tee aus.“

Für die Industrieländer sind entwicklungspolitische Themen eine Sache der Gerechtigkeit und der globalen sozialen Verantwortung. Jeder Einzelne kann, sei es durch eigenes Engagement oder durch bewussten Konsum einen Beitrag zur einer gerechteren Welt leisten.

 

Weitere Informationen über die Akteure erhalten Sie vom Netzwerk Entwicklungspolitik Saarland e.V. Herrn Harald Kreutzer unter harald.kreutzer(at)nes-web.de oder 0681-9385235.